Kommunalwahl 21

Die Herausforderungen durch den Umbau der Gesellschaft hin zu einer enkeltauglichen und nachhaltig produzierenden Gesellschaft sind groß, die Herausfordrungen eines ungebremsten Klimawandels wären noch viel größer.  Um dafür gerüstet zu sein bedürfen wir des gesellschaftlichen Zusammenhalts, den wir nur in einer sozialen, gerechten, freien und sich selbst bewußten Gesellschaft bekommen. Politik muss der Wahrheit und den aufklärerischen Idealen verpflichtet sein, um die Akzeptanz für Veränderungen zu bekommen. Glauben Sie nicht denen, die ihnen weismachen wollen, es könne alles so bleiben wie es ist. Es werden Veränderungen auf uns zukommen, die wir nur gestalten können, wenn wir den Mut dazu haben.

In Dörverden können wir im September einen großen Schritt vorankommen. Schenken Sie uns ihr Vertrauen!

Vielen Dank an alle, die mit uns diskutiert haben!

 

 

Wahlprogramm der Grünen Dörverden zur Gemeinderatswahl September 2021

Gemeinschaftliches Miteinander stärken:

  • Verbesserung der ärztlichen Versorgung, der häuslichen und stationären Pflege und Hebammenversorgung
    • Gegebenenfalls muss zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Pflegepersonal geförderter Wohnraum bereitgestellt werden. Betreutes Wohnen, Wohngemeinschaften oder ambulante Wohn- und Pflegegemeinschaften sind für viele Menschen gute Alternativen.
  • Unterstützung für Geflüchtete und Ausbau der Aufnahmestrukturen.
    • Die Festung Europa ist ein Auslaufmodell. Legale Fluchtwege und effektive Hilfe vor Ort sind mittelfristig unabdingbar.
  • Soziale und ökologische Wohnformen fördern (besondere Förderung für Altbausanierung und Umwandlung von Nebengebäuden in Wohnraum)
    • Besondere Förderung verdient die ökologisch sinnvolle Umnutzung von vorhandenem Gebäudebestand und das ebenfalls ökologisch sinnvolle gemeinschaftliche Wohnen. Hier gibt es bereits Fördermittel, die gezielt in unsere Dorfkerne geleitet werden müssen.
  • Förderung von generationenübergreifendem Wohnen und barrierefreien Seniorenwohnräumen.
    • Statt ins Heim im Dorf wohnen bleiben.
  • soziale und kulturelle Treffpunkte schaffen – Förderung und Stärkung des Ehrenamtes.
    • Die Menschen ermutigen und ermächtigen ihr Zusammenleben im Dorf zu gestalten.
  • die Bevölkerung stärker beteiligen.
    • Lokale Arbeitsgruppen, statt Bürgersprechstunde.

 

Klimaschutz und Mobilität:

  • Gemeindliche Entscheidungen am Ziel CO2-Neutralität bis 2035 ausrichten.
    • Die Gemeinde muss vorangehen. Der knappe Zeitplan lässt keine Zeit mehr für halbe Sachen. Alle Investitionen jetzt müssen bereits die Klimaneutralität berücksichtigen.
  • Energieversorgung auf erneuerbare Energiequellen umstellen.
    • Eine lösbare Aufgabe, die entschieden angegangen werden muss.
  • Energetische Sanierung kommunaler Gebäude und Ausstattung mit Photovoltaik und Wärmepumpen
    • Nach einem festen Zeitplan, die effektivsten Maßnahmen zuerst.
  • Weitere Bürgersolaranlagen fördern.
  • Windkraftgebiete in der Gemeinde ökologisch und gemeinwohlorientiert ermöglichen.
    • Gewerbesteuereinnahmen und Bürgerbeteiligung an den Gewinnen
  • Fahrradwegenetz und Abstellmöglichkeiten verbessern
    • bessere Anbindung des Radweges der K14 an die Eisenbahnbrücke, mehr Fahrradboxen am Bahnhof und Ständer an den Bushaltestellen.
  • Förderung von Car-Sharing, Fahrradleihsystemen und Lastenrädern.
    • Diese Mobilitätsangebote sollten zentrale Standorte bekommen.
  • Kein dritter Allerübergang für Autos, keine weiteren überregionalen Straßenbauprojekte.
    • Diese Investitionen und die Folgekosten können wir uns nicht mehr leisten, das Geld sollte in den Umbau der Mobilität fließen. Für den Wert einer Straßenbrücke bekommen wir schon ein astreines ÖPNV-Angebot.
  • statt dessen verbesserter ÖPNV: klimaneutral, flexibler, weiter und preiswerter.
    • Das ist gut fürs Klima, aber auch ein soziales und generationengerechtes Angebot.
  • Wegeseitenränder erhalten bzw. wiederherstellen, Hecken pfleglich behandeln

.Gute dörfliche Schulen und Betreuungsangebote:

  • Nachmittagsbetreuung ausweiten.
    • Ganztägige Betreuungs- und Schulkonzepte einführen
  • Mittagsverpflegung in allen Einrichtungen, bevorzugt mit regionaler und ökologischer Kost. Außerschulische Lernorte einbinden.
  • Schulsozialarbeit und Förderangebote ausbauen.
    • Die Nachfrage reicht von Schwimmunterricht bis zu Spracherwerb, das Angebot bisher nicht.
  • Mehr Treffpunkte für die Menschen in den Dörfern.
    • Siehe „gemeinschaftliches Miteinander stärken“.

Modernisierung der gemeindlichen Infrastruktur:

  • Übernahme des Stromnetzes für nachhaltige Versorgung
    • Das Klärwerk gehört uns, warum nicht auch das Stromnetz? Daseinsvorsorge sollte in kommunaler Hand sein. Auf lange Sicht ist das auch günstiger.
  • Defibrilatoren in allen Dörfern
    • Weil sie Leben retten können.
  • Technische Ausstattung der Bildungseinrichtungen an Nachhaltigkeitskriterien orientieren und Open-Source-Nutzung stärken.
    • Die Abhängigkeit von großen und monopolartigen Strukturen vermeiden. Strom sparen, Datensparsamkeit beachten.
  • Digitalisierung der Gemeindeverwaltung personell und technisch optimieren
    • Die Digitalisierung ist eine riesige Aufgabe, für die die Gemeinden weder personell noch finanziell gut aufgestellt sind. Hier muss die Landesregierung dringend Strukturen und Standards liefern.

Stärkung der regionalen Wirtschaft :

  • Industrie und Gewerbepark attraktiv und ökologisch zeitnah umsetzen.
    • Ökologische und soziale Kriterien berücksichtigen
  • Co-working-spaces fördern (Gemeinschaftsbüros).
    • Der Schlüssel zur Attraktivität des ländlichen Standortes. Für viele besser als Homeoffice.
  • Regionale Produktion und Vermarktung unterstützen.
  • Wertschöpfung durch erneuerbare Energieproduktion ermöglichen.
    • Wir sind als ländliche Gemeinde in der Pflicht für die Städte mit zu produzieren.

 

Unsere KandidatInnen für den Gemeinderat

Charlotte Niekamp

28 Jahre, Gemüsegärtnerin aus Westen

Walter Franzmeier

57 Jahre, Unternehmer aus Westen

Jürgen Stahlke

58 Jahre, Vermessungsingenieur als Stedorf

Stefan Okrongli

Software-Engineer aus Stedorf

Ehler Lohmann

67 Jahre, Bio-Landwirt

Katharina Sykes

Hebamme aus Ahnebergen